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Irene's gesammelte Reiseberichte aus Bali

ab 16.03.2004             aus 2002           

Wir sind endlich zu Hause angekommen. Seit dem 16.03.2004 befinden wir uns wieder auf Bali. Nach einem Jahr und drei Monaten in Ägypten, konnten wir Bali einfach nicht vergessen und wollen nun zum zweiten Mal unser Glück hier probieren. Normalerweise sind ja alle guten Dinge drei, aber vielleicht klappt es ja auch beim zweiten Anlauf, schließlich sind wir schon das dritte Mal auf der Insel der Götter.

                        

In den ersten beiden Wochen haben wir im Hotel Prima Cottages gewohnt. Einfaches Hotel mit schönem Pool und familiärer Atmosphäre. In dieser Zeit hatten wir auch schon Besuch von Tina und Andre, zwei Tauchschülern von Thomas, vielen Dank auch Euch beiden, für den schönen Tag in Ubud und für das leckere Abendessen. Falls Euch Bali auch so fasziniert hat und ihr wieder kommt, werden wir uns dafür revancieren.

                                                

Als die zwei Wochen Erholung von Deutschland im Hotel zu Ende gingen, mieteten wir uns wieder bei unserer Familie vom letzten Mal ein. Wir entschieden uns allerdings nicht für das Haus, sondern für die möblierte Wohnung im Garten. Vom Bett aus kann man direkt auf den Rasen und zu den Blumen sehen. Wie überall jedoch, hat die Sache einen Nachteil, man wird diese schreienden Gockel nicht los. Ich hoffe nur, daß sich mein Gehör daran gewöhnt und ich sie irgendwann, so wie die Balinesen nicht mehr wahrnehme.

Die Regenzeit neigt sich dem Ende und verabschiedet sich mit vereinzelten heftigen Schauern, die mit Sonnenschein und blauem Himmel wieder besänftigt werden. Zur Zeit befinden wir uns auf Informations-Tour. Bevor wir beide arbeiten können muß zu Erst der ganze Papierkram erledigt werden und erst dann kann es los gehen. Wir hatten auch schon einige Termine mit ortsansässigen Tauchbasen, wir wollen schließlich mit ihnen zusammen und nicht gegeneinander arbeiten.

Die nächsten Wochen sind wir wohl noch mit dem Aufbau der Firma beschäftigt, ich bin schon fleißig am Indonesisch lernen und mal sehen was die Zukunft so bringt, hoffentlich viele Tauchgäste, die sich an der Schönheit des Landes, der Kultur und der Unterwasserwelt ergötzen wollen. .........28.04.2004



2002

Nach 5 Wochen Aufenthalt in Deutschland, davon 2 Wochen Skiurlaub in Livigno/Italien, haben wir am 01. April 2002 unsere Weltreise fortgesetzt.

Unser Ziel hieß diesmal Bali. Nach 22 Stunden Reisezeit sind wir erschöpft um 15.00 Uhr in unserem Hotel angekommen. Doch leider hatten wir nicht viel Zeit uns auszuruhen, denn schon um 17.00 Uhr hatte Thomas einen Termin in einer Tauchbasis und um 19.00 Uhr den Nächsten. Anschließend sind wir gleich in unserem zukünftigen Stammlokal "Bucu" zum Essen gegangen. Um 22.00 Uhr sind wir dann todmüde ins Bett gefallen. Ein Gutes hat es, wenn man sich so lange wie möglich wach hält, man ist gleich in der neuen Zeit drin, denn 6 Stunden Zeitunterschied machen einem in den ersten Tagen oft zu schaffen.


Für die ersten 3 Tage sind wir in einem Hotel abgestiegen, da dies auf Dauer aber ziemlich kostspielig geworden wäre, haben wir in einen sogenannten Homestay gewechselt. Man wohnt hier bei einer balinesischen Familie. Wir haben eine ganz nette Familie erwischt und auch ein schönes Zimmer mit Klimaanlage, Dusche mit heißem Wasser und ein super balinesisches Frühstück. Leider haben wir unserem Zimmer gegenüber einen durchgeknallten alten Engländer, der dauernd seine furchtbare Schnulzenmusik so laut hört, daß man sich am besten Ohropax in die Ohren steckt oder die eigene Musik selbst so laut macht, daß man seine nicht mehr hört.


Da ich durch meine Kunststoffschiene am Arm, Mitbringsel aus dem Skiurlaub, etwas beeinträchtigt war und nicht Motorrad fahren konnte, haben wir mit dem Jeep die Gegend erkundet. Wir haben uns Candidasa, wo wir vor 10 Jahren unseren ersten gemeinsamen Urlaub verbracht haben besucht. Leider war es eine Enttäuschung: Wo noch vor zehn Jahren ein weißer Sandstrand war, liegen jetzt nur noch Steine und etwas schwarzer Sand, da das Riff, welches durch Korallenabbau und Dynamit Fischerei stark beschädigt wurde, das Land nicht mehr schützen kann. Leider kann die Regierung kein striktes Abbauverbot aussprechen, weil dadurch viele Familien zur Arbeitslosigkeit verurteilt wären, denn aus den Korallen wird Kalk gewonnen, das für den Hausbau verwendet wird. Man sollte nie zweimal irgendwohin gehen, sondern es so in Erinnerung behalten, wie es war.

Wenn man hier mit dem Auto fahren will, muß man gute Nerven haben. Der Verkehr ist hier höllisch, es wird auf der linken Seite gefahren und es gibt so gut wie keine Verkehrsregeln oder zumindest kennt die Keiner. Am schlimmsten ist es in Denpasar und Kuta, das ist der reinste Horror.


Die Balinesen verbringen die Hälfte ihres Lebens damit Feste vorzubereiten und zu Feiern und so kamen wir am 12. April 2002 in den Genuß das balinesische Sylvester (Nyepi) zu feiern. Am letzten Tag des alten Jahres werden auf allen Straßen des Landes zur Reinigung Opfergaben dargebracht, und die Priester versuchen mit Mantras die Dämonen des alten Jahres zu vertreiben. Einen Monat vorher beginnen, meist Kinder und Jugendliche haushohe Monster (Ogoh-Ogoh) zu basteln. Diese werden nach Sonnenuntergang mit Gongs und Fackeln lautstark durch die Dörfer getragen, um sicher zu stellen, daß auch kein böser Geist zurückbleibt. Am nächsten Tag bleibt jeder in seinem Haus, selbst Touristen dürfen nicht auf die Straße, man verhält sich so ruhig wie möglich und darf weder arbeiten, Feuer machen (selbst die Elektrizität bleibt abgeschaltet) noch kochen. Seit dem Jahr 2000 ist sogar der Flughafen geschlossen. Man hofft, daß eventuell zurückkehrende Dämonen glauben, die Insel sei unbewohnt, und deshalb wieder abziehen.


Am 16.April 2002 war schon die nächste Veranstaltung. Wir durften einer Verbrennungs -Zeremonie beiwohnen. Der König von unserem Bezirk ist gestorben und da die Hindus an die Wiedergeburt glauben ist das eine recht lustige Veranstaltung und vor allem sehr kostspielig. Der Leichnam wird in einem gebauten Turm durch die Stadt bis zum Meer getragen, dann in den gebastelten Stier gelegt und verbrannt, angeblich soll die ganze Verbrennungzeremonie 100 000 Euro gekostet haben, darin eingeschlossen ist natürlich die Verköstigung der ganzen Verwandten und Bekannten, die 1 Woche lang im Haus des Toten ein und aus gehen.

.......................04.06.2002

Am 22 April hat das größte Fest "Galungan", ein Fest für den Schöpfergott Sang Hyang Widhi begonnen. Zehn Tage lang wird auf der ganzen Insel mit großen Festessen, Familienfeiern und Tempelzeremonien gefeiert. Die Straßen sind mit hohen Bambuspfählen (Penjore) geschmückt, an denen kunstvoll geflochtene Lamak (Flechtarbeiten aus jungen Blättern der Kokospalme), Früchte und andere Opfergaben hängen. Für die Geister der Ahnen, die während dieser Zeit zusammen mit dem Schöpfergott auf die Erde herabsteigen und die Häuser ihrer Nachkommen besuchen, werden Reis- und Blumenopfer auf dem Familienschrein plaziert. Am Ende dieser Tage feiert man "Kuningan". Dann werden alle auf die Erde zurückgekehrten Ahnen mit neuen Opfergaben und Flechtarbeiten verabschiedet. Abends ziehen große Barong Puppen tanzend durch die Straßen. In diesen Tagen sehen die Straßen besonders schön aus, alles ist in gelb/weiß gehalten und die Penjore wehen im Wind und ragen weit über die Mitte der Straßen.


Es ist der reine Wahnsinn, wie die Zeit vergeht, wir sind jetzt schon 2 Monate hier und haben uns schon gut eingelebt. Ich verbringe viel Zeit am Strand und Thomas ist fast jeden Tag in der Tauchbasis. Zwischendrin hatte er mal für 1 Woche einen Job auf einem Katamaran, der immer zwischen Bali und der vorgelagerten Insel Lembongan verkehrt. Ich habe in dieser Woche Nusa Dua mit dem Motorrad erkundet. Etwas abgelegen findet man viele Surfer-Dörfer, denn die Wellen sind dort sehr gut, zum baden allerdings nicht sehr angenehm. In Uluwatu gibt es einen schönen Tempel der direkt auf die Klippen gebaut ist.

Man sollte beachten, daß man nicht versucht den Tempel im Bikini Oberteil und extra hoten Hotpants zu besichtigen.In Deutschland geht man ja auch nicht nur in Unterwäsche in die Kirche. Ich erwähne das nur, weil da wieder so "Spezialisten" waren, als ich den Eintritt zum Tempel bezahlte. Sarong und kurzärmeliges T-Shirt sind ausreichend.

Oft machen sich die Leute keine Gedanken darüber, wie sie sich in einem fremden Land verhalten. Nur wenige lesen vor Urlaubsantritt einen Reiseführer und informieren sich so über die Sitten und Gebräuche des jeweiligen Landes. Auch hier sieht man immer wieder Frauen oben ohne am Strand, klar könnte man sagen, das ist doch nichts besonderes mehr. Aber die Hinduisten sind doch sehr schüchtern was die Nacktheit angeht, die meisten gehen in Klamotten zum baden. Für uns ist das natürlich lächerlich, aber für die Menschen hier, die noch nie in einem anderen Land waren und nur diese Welt hier kennen ist alles etwas besonderes. Und wenn wir uns auch doch so toll, schlau und aufgeklärt finden, sind die Leute hier viel aufgeschlossener als bei uns. Obwohl die Meisten nur das Minimum zum Leben haben, sind sie nicht dauernd am rumjammern. Hier kann auch fast jeder englisch sprechen und keiner beharrt darauf in seiner Landessprache zu sprechen, wie das in Europa der Fall ist. Man probiere nur mal sich in Frankreich oder Deutschland durchzuschlagen ohne die Sprache zu können.

Leider trifft aber meistens das Zitat zu: "Der Tourist zerstört das was er sucht, indem er es findet"

................................13.06.2002

Leider bekommt man in Indonesien nur für 60 Tage ein Visum und so mußten wir am 31. Mai 2002 nach Singapur fliegen. Ich hatte mich schon riesig darauf gefreut, denn mal wieder Neuland erkunden fand ich ganz aufregend. Schon Tage vorher habe ich mir den Reiseführer von vorne bis hinten und wieder zurück gelesen und aufgeschrieben, was ich alles anschauen wollte. Doch meistens kommt es anders als man denkt. Wir sind am Abend in unserem Hotel, welches im Chinatown Viertel lag, angekommen.

Danach sind wir nur noch in einer Chinesen Bude zum Essen und dann müde ins Bett gefallen. Gleich am nächsten Morgen sind wir in aller Frühe und voller Elan zum super Frühstücksbuffet gestürzt.

                        

Das war wirklich der Hammer, so ein schlechtes Frühstück habe ich in meinem ganzen Leben noch nie bekommen. Nachdem wir uns den labberigen Toast und ein Tütenkaffee reingezogen hatten, sind wir mit der U-Bahn in die Orchard Road (Einkaufsstraße) gefahren. U-Bahn fahren war echt witzig und vor allem das einzig günstige in dieser teuren Stadt. Da wir noch zu früh dran waren, denn die Geschäfte machen erst um 9.00 Uhr und manche auch erst um 10.00 Uhr auf, gingen wir noch einen Café trinken. Danach stürzten wir uns, auf der Suche nach deutschen Büchern, in das Einkaufsgetümmel. Doch leider fanden wir keinen neuen Lesevorrat für mich und so beendeten wir die Suche und fuhren mit der Bahn zum Japanischen und Chinesischen Garten.

Von dem war Thomas allerdings nicht so begeistert, denn er hatte Hunger und es war verdammt heiß und da laufen eh nicht so sein Ding ist, haben wir beschlossen eine Stadtrundfahrt mit der Bahn zu machen. Doch der Ausblick ist manchmal ziemlich erschreckend. Ein Hochhaus am Anderen und die Menschen leben hier wie in Hasenställen. Das ist halt nichts für uns Landeier, aus dem wilden Süden von Deutschland: "Wo die Pferde vors Haus kotzen und die Kühe auf den Hof scheißen".

Irgendwann waren wir dann eine Kleinigkeit futtern. Die Lokale hier sind nicht gerade der Hit was die Einrichtung angeht, man hockt auf wackeligen Plastikstühlen an noch wackeligeren Tischen und sieht ganz schnell, daß hier das Auge nicht mit ißt. Das Essen ist allerdings wirklich gut, wir haben nie was schlechtes erwischt. Will man in schönerem Ambiente essen, muß man sich in die teureren Lokale begeben. Da die Bevölkerung in Singapur bunt gemischt ist, ist die Essensauswahl genauso bunt gemischt. Es gibt sogenannte Food Courts in welchen man sich an verschiedenen Essensständen aussuchen kann, was man Essen möchte, verschiedene chinesische, malaiische, indonesische und western-style Gerichte.

Anschließend begaben wir uns auf die Suche nach der Night Safari. Da man hier mit Bus und Bahn fahren muß und wir, als nicht Geübte, uns verfahren hatten, sind wir den Rest mit dem Taxi gefahren. Um 19.30 Uhr öffnet der Nacht Zoo und wir fanden, daß er wirklich einen Besuch wert ist. Ich mag normalerweise keine Zoos, weil ich es schrecklich finde Tiere in kleine Käfige zu zwängen und dann auch noch in einem Klima das sie nicht kennen. Dies ist hier aber etwas anders. Die Tiere laufen weitgehend frei herum und werden durch Wassergräben oder dicht bewachsene Zäune getrennt. Man kann mit kleinen offenen Zügen auf Rädern durch den Zoo fahren oder alles zu Fuß ablaufen oder ein Teil laufen und ein Teil fahren, so haben wir es gemacht. Bei der Tour kommt man sich wie in einem richtigen Dschungel vor, da manche Tiere ganz nah an die Züge kommen. Es ist eine gute Gelegenheit nachtaktive Tiere im Freien zu beobachten.

Am Sonntag war die Stadt wie ausgestorben und wir sind alleine durch die leer gefegten Straßen geirrt.

Wir machten noch eine Hafenrundfahrt mit einer Dschunke. Die Rundfahrt ging eine Stunde, davon brauchten wir zum Hafen 25 Minuten und zurück genauso lange. Also war es eher eine Hafen Hin- und Rückfahrt. Am beeindruckensten waren die riesigen Containerschiffe im größten Hafen der Welt.


Nachdem wir in dem Viertel am Fluß was gegessen und getrunken hatten machten wir uns auf den Rückweg zum Preisgekrönten Flughafen. Der ist wirklich spitze. Es gibt dort außer den vielen Geschäften sogar ein Fitness-Center und einen Pool auf der Dachterrasse. Jedenfalls vergeht die Zeit dort wie im Flug.

...........................................................................................................................................................01.07.2002

Das mit dem Homestay hat sich erledigt, wir sind in ein schönes balinesisches Haus umgezogen. Auch hier leben wir in Mitten einer netten Familie, die wir bis jetzt noch nicht alle kennen. Aber wir arbeiten daran. Wie immer heißt das 1. geborene Kind Putu oder Wayan, das 2. Kind heißt Made, das 3. Nyoman und das 4. Ketut und dann geht es wieder von Vorne los. In der Schule stelle ich mir das lustig vor, wenn die Lehrerin Made ruft und zehn davon antworten. Ältere Frauen spricht man mit Ibu oder Bu (heißt Mutter) und Männer mit Bapak oder Pak (Vater) an. Wenn man den Namen des anderen nicht weiß und er gleich alt ist, spricht man ihn mit Kaka oder Adik an. Ist etwas komisch am Anfang, ich dachte eigentlich, ich hätte nur eine Mutter und einen Vater, jetzt habe ich gleich mehrere.

Es ist faszinierend mitzuerleben, wie die Menschen hier alle in der Großfamilie leben, so wie es vor vielen, vielen Jahren auch bei uns in Deutschland der Fall war. Ich für meine Begriffe, könnte mir nicht im geringsten Vorstellen, mit meiner Kompletten Familie zusammen zu leben, dafür bin ich zu freiheitsliebend, außerdem kann ich das nicht brauchen, wenn ich dauernd unter Aufsicht stehe. Aber hier funktioniert das wunderbar, die meisten kennen dieses System von Kindheit an, die Töchter verlassen jeweils immer ihre Familien und ziehen in die Familie ihrer Männer. Jeder hat seine kleine Wohnung, mit zwei oder drei Zimmer, dann gibt es ein Badehaus, in dem sich das Mandi (Dusche) und die Toiletten befinden, dahinter ist der Wasch- und Trockenplatz für die Wäsche und dann natürlich noch der wichtigste Raum im ganzen Familienlager, die Küche. Hier trifft man eigentlich immer jemand an. Das Essen wird hier Morgens gekocht und jeder bedient sich, wenn er Hunger hat, es gibt keine festen Essenszeiten, so wie bei uns, wo alle zusammen am Tisch sitzen und essen.


Jeder in dieser Gemeinschaft hat seine Aufgabe, einer ist für das Blumengießen zuständig, der andere kehrt zweimal am Tag den Hof, ist hier erforderlich, weil die Blätter ständig von den Bäumen fallen, nicht nur im Herbst wie bei uns. Die Frauen kochen das Essen, gehen auf den Markt und putzen die Wohnung und obwohl hier die Rollen klar verteilt sind und hier keiner nach Emanzipation schreit, findet sie hier wirklich statt. Wenn eine Frau zum arbeiten gehen möchte, dann geht sie halt, denn es ist immer jemand da der auf die Kinder aufpaßt. Die Männer sind sich auch hier nicht zu schade und kehren schon mal die Wohnung aus oder nähen ihre Sarongs selbst, sie kümmern sich auch ganz viel um die Kinder und nicht nur um die Eigenen, nein auch um die vom Bruder. Wer gerade Zeit hat tut die Dinge, die anfallen. Während man bei uns alles dreimal vor und zurück diskutiert, tut man es hier einfach.


Für die Kinder ist das hier überhaupt das Tollste, sie sind nie allein und in so einer Großfamilie hat es Massenweise Kinder zum Spielen, denn in Bali haben die meisten Familien vier oder mehr Kinder. Dafür zahlt man hier den Preis, daß jeder alles mitbekommt, was man so den lieben langen Tag treibt, also so was wie eine Privatsphäre gibt es nur in geringem Maße, vor allem weil die Menschen hier, wie würde man in schwäbisch sagen, sehr wonderfitzig (neugierig) sind. Sie fragen immer, wo hin man geht, was man macht und, und, und. Allerdings bin ich noch nicht dahinter gestiegen, wie sie es schaffen, so friedlich und liebevoll miteinander zu leben. Vielleicht liegt es ja wirklich an ihrer Religion, dem Hinduismus, der die Menschen hier so friedvoll macht.

Zum Glück ist das Soccer Fieber wieder vorbei, denn die ganze Insel war davon infiziert. Selbst die Polizei konnte vor lauter Fernsehen nicht mehr arbeiten. Doch jetzt ist wieder alles vorbei und in vier Jahren ist dann in Deutschland die Hölle los. Zum Glück gab es hier keine blöden Randalierer, die Spiele sind ganz friedlich abgelaufen. Die meisten Balinesen waren ganz traurig, daß Deutschland nicht Weltmeister geworden ist.

Diese Woche waren wir im Banjar, das ist die Dorfversammlung zum Essen. Hier werden von allen Männern des Dorfes die anstehenden Probleme geregelt. Entscheidungen benötigen die Zustimmung aller Mitglieder. Das erfordert lange Beratungen, so daß man die Männer häufiger im Bale Banjar, dem Versammlungsgebäude mitten im Dorf, antrifft, als auf den Feldern. Wenn abends die hölzerne Trommel Kulkul ertönt, ruft sie meist die Männer zum treffen. Doch diese Woche sind alle dorthin eingeladen, denn es soll ein neues Gebäude entstehen und es ist üblich, daß hierfür Geld gesammelt wird, im Gegenzug, bekommt man was zu Essen und zu trinken. Ist eine nette Veranstaltung.

.........................................................................12.Juli.2002

Unser nächstes Ausflugsziel war der Vulkan Gunung Batur. Schon am Abend holten wir unsere gemieteten Motorräder ab, denn wir wollten schon um 6.00 Uhr am nächsten Morgen starten. Unsere Freunde meinten um die Uhrzeit ?very cool?, wir sagten nur ja, ja ihr mit eurem Kalt. Nachdem wir zweihundert Meter gefahren waren, zogen wir doch ganz schnell unsere in weiser Voraussicht mitgenommenen Pullis an, denn es war wirklich kalt und das trotz ausreichend vorhandenem Unterhautfettgewebe. Der Himmel sah alles andere als vielversprechend aus, schon zwei Ortschaften weiter begann es zu regen. Da hatten wir uns ja tolles Wetter für unseren Ausflug ausgesucht. Doch was so richtige Motorradfahrer sind, die schreckt so ein bißchen Regen nicht ab. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sonder nur die falsche Kleidung. Also zogen wir unsere Regenkittel über und fuhren weiter. Dafür wurden wir sogleich belohnt, denn wieder zwei Ortschaften weiter brach die Wolkendecke auf und wir hatten einen tollen Sonnenaufgang.

                        


Die Strecke bis nach Penelokan war wirklich toll und vor allem nicht so stark befahren. Nach zwei Stunden Fahrt kamen wir dort an und hatten einen genialen Ausblick auf die Vulkanlandschaft. Der Gunung Batur (junger Batur) liegt genau im Zentrum der 14 km breiten fast kreisrunden Caldera dem Gunung Abang (älterer Bruder), der an seiner höchsten Erhebung auf 2153 m ansteigt. An den jungen Batur grenzt der halbmondförmige, 90 m tiefe Batur-See. Auf der Straße am See sind wir schon vor 10 Jahren gefahren und fanden sie richtig toll mit ihren vielen Hügeln und Kurven, leider ist die Straße im lauf der Jahre sehr schlecht geworden und man wird so richtig durchgerüttelt. Nichts für schlechte Bandscheiben.


In dem Ort Bungkah, wo es auch zu den Hot Springs geht, haben wir dann gefrühstückt. Dort wird man wie an allen Touristenfallen von Leuten belagert, die einem was verkaufen wollen, da wir so früh dran waren wollte uns nur einer seine Bilder verkaufen, doch wir haben dankend abgelehnt. Wenn wir jedem Händler in Bali was abkaufen wollten, dann wären wir bald pleite und da wir ja nicht mehr im Urlaub sind müssen wir mit unserem Geld etwas haushalten.

Nachdem unser Bauch gefüllt war umfuhren wir den kleinen Batur. So ein Vulkan hat schon was faszinierendes an sich, mit dieser zerklüfteten Lavalandschaft, die für die Menschen den Tod bringt, trotzdem konnte ich die Augen nicht von ihm abwenden. Die Naturgewalten zählen zu den wenigen Dinge, auf die der Mensch zum Glück noch keinen Einfluß hat. Denn so erschreckend diese Gewalten auch sind daraus entsteht auch wieder neues Leben.

                        


Danach fuhren wir weiter über Bangli bis nach Putung wo wir zu Mittag aßen. Diese Strecke hat mir noch besser gefallen, das ist das Bali, welches ich schon vor 10 Jahren in mein Herz geschlossen habe. Von Putung aus hat man einen wunderschönen Ausblick bis nach Candidasa, das Essen ist zwar nicht mehr so der Hit, ganz zu schweigen von den Toiletten, aber da darf man hier nicht so empfindlich sein.

Der Rückweg führte uns über Amlapura, Candidasa an der Küste entlang bis nach Sanur. Am Steinelefanten von Klungkung machten wir noch einen kurzen Boxenstop, weil uns der Hintern weh tat und Thomas sein Kopi (Kaffee) brauchte.

                        

Danach hieß es auf in den Kampf, denn die Strecke bis nach Sanur ist der reinste Horror, vor allem wenn sie neu geteert wird.

Trotz anfänglicher Wetterprobleme wurde es noch ein super Tag. Die nächsten Tage ist erst einmal extreme Relaxing angesagt. Wir sind zwar nur 240 km gefahren, doch die hatten es in sich

.............................................................................................................................................................28.07.2002

Ausflug nach Tulamben am 08./09. August 2002

Um 7.30 Uhr starteten wir in balinesischer Winterkleidung (Pulli, lange Hosen und Regenkittel) Richtung Tulamben. Auch dieses Mal wurden wir nicht vom Wetter verschont und bekamen etwas Regen ab.

Doch schon in Candidasa lachte uns wieder die Sonne entgegen, wir tranken noch einen Café und fuhren dann nach Tenganan.

Die Bewohner von Tenganan nennen sich "Bali Aga" (Original Balinesen). Neben den Leuten von Trunyan am Batursee zählen sie zu den konservativsten Bali Aga. Seit Jahrhunderten sind sie ihren Traditionen treu geblieben, leben in fast völliger Isolation vom übrigen Bali. Nur durch vier Tore kommt man in das Dorf, es wird eine Spende erwartet. Danach darf man in den Souvenirläden sein Geld lassen. Das strikte Tabu- System der Bali Aga verbietet eine Heirat außerhalb des Dorfes, wer gegen das Gebot verstößt, wird verbannt und siedelt sich in Nachbardörfern an. Die zusätzliche Kinderlosigkeit vieler Frauen fördert die allmähliche Degenerierung des Dorfes. Die übrigen Balinesen, die stolz auf ihre Anpassungsfähigkeit sind, haben für die Bali Aga meist nur noch ein mitleidiges Lächeln übrig.

Da wir uns das Dorf irgendwie anders vorgestellt hatten, verließen wir die Tourifalle so schnell wie möglich und fuhren weiter über Amlapura, das immer noch unter dem alten Namen Karangasem bekannt ist. Nach dem katastrophalen Vulkanausbruch 1963 wurde sie umgetauft, um die bösen Geister zu vertreiben, die die Stadt, wie ihre Umgebung unter den Lavamassen vergraben könnten. Wir fuhren bis nach Ujung zum Wasserpalast. Leider ist das zur Zeit eher ein "Trocken-Palast", da wir uns ja außerhalb der Regenzeit befinden. Obwohl die Gebäude durch Erdbeben größtenteils zerstört sind, ist die weitläufige Anlage immer noch sehr sehenswert und noch ohne Touristenrummel, noch!!!!

Weiter ging die Fahrt rund um den Gunung Seraya über Tana Barak nach Amed. Die Strecke ist wirklich Sehenswert, weil sich diese schlechte Straße so gut wie niemand antut. Man fährt fast völlig allein, auf einer Straße, die gerade einmal so breit wie ein Auto ist, die Berge rauf und runter, nur das Rufen und Winken der Kindern aus den kleinen Dörfer die man passiert und die kleinen dicken Ferkel die über die Straße wuseln, lenken einem von der wunderschönen Landschaft ab. Allerdings würde ich diese Fahrt eher kurz nach der Regenzeit im April empfehlen, wenn man sich an den grünen Reisterrassen ergötzen kann. Die Strecke ist allerdings nur für abenteuerlustige Touristen, mit guten Nerven, die sich gern abseits der Touriplätze bewegen und die mit Straßen, die manchmal keinen Belag mehr haben kein Problem haben. Ab Bunutan, dort hat es eine schöne Aussichtsplattform mit Blick auf´s Meer,

befindet sich eine frisch geteerte Straße und man kann bis Amed richtig Gas geben. Entlang dieser Küstenstraße befinden sich ganz tolle Hotels und Lokale die man direkt an die Hänge gebaut hat und die zu einem kühlen Drink mit Meerblick einladen.

Am späten Nachmittag sind wir müde und staubig in Tulamben angekommen. Das Klima ist hier wesentlich trockener und heißer als in Sanur. Im Hotel Paradies bekamen wir noch ein einfaches Zimmer. Mit Blick auf´s Meer aßen wir zu Abend und schauten den Tauchern zu die sich über den Steinstrand ins Wasser quälten, denn ca. 30 m von der Küste entfernt befindet sich das Wrack des im zweiten Weltkrieg gesunkenen Schiffes USS Liberty.

Am nächsten Morgen fuhren wir gleich nach dem Frühstück über Culik, Abang bis nach Tirthagangga. Die Asche-Eruptionen des Gunung Agung haben die Umgebung von Abang mit überreicher Fruchtbarkeit gesegnet. Die Reistrerrassen, die sich beiderseits des Passes die Hänge hinaufziehen, gehören mit zu den schönsten Landschaften Balis. Dort befindet sich ein Reisterrassen Hotel, in welchem wir vor elf Jahren schon immer einen Boxenstop eingelegt haben, da war es allerdings nur ein kleines Lokal, in welchem wir öfters zu Mittag gegessen haben.

In den letzten Jahren haben sie mächtig aufgestockt und sogar jetzt bauten sie noch neue Zimmer an. Vom Lokal aus kann man so weit das Auge reicht auf die nicht mehr enden wollenden Reisterrassen blicken. Wenn ringsum auch im Moment alles ausgetrocknet und verdorrt ist, hier in diesem Gebiet strotzt die Landschaft nur so von sattem grün, ist auch kein Kunststück, denn es gibt hier Wasser ohne Ende. Gleich in der Nähe befinden sich die um 1947 von Anglurah Ketut, der von Wasserschlössern begeistert war, erbauten Royal Pools (sehr schöne Anlage).

Da wir diese schon vor elf Jahren angeschaut haben sind wir über Bebandem, Bangli bis nach Kayuambua gefahren, dort waren wir in einer einheimischen Bude (Warung) zum Essen. Die haben uns zu erst wie Außerirdische angeschaut, doch als ich in indonesischer Sprache das Essen bestellte wurden sie ganz gesprächig


    Auf der Fahrt nach Ubud machten wir noch einen Stop in einem schönen Cafe, das direkt in die Reisfelder ragt.        

Ubud ist das volle Tourizentrum, liegt nicht zuletzt daran, daß sich das ländliche Bali hier in seiner ganzen Schönheit präsentiert: Reisfelder bei Sonnenuntergang, ein Maler beim Mischen seiner Farben, Bauern, die ihre Enten am Abend durch die Dorfstraßen nach hause treiben, Kinder beim Baden im Fluß, das sind Bilder die ich untrennbar mit Bali verbinde.

Zwei Tage zuvor hatte ich Ubud schon allein erkundet, weil Shopping mit Mann, zumindestens mit meinem Mann viel zu nervig ist. Ich habe den Ort ein paarmal langsam mit dem Mofa durchfahren und dann die Geschäfte, welche mich interessierten zu Fuß erkundet. Ich finde Ubud toll zum Einkaufen, weil man hier in Ruhe durch die Shops schlendern kann ohne daß einem nervende Verkäufer in ihre Läden schleppen und zum Kauf drängen. Ich habe sogar einen Buchladen mit gebrauchten deutschen Büchern entdeckt und sofort zugeschlagen, da sich mein Lesevorrat schon lange erschöpft hat. Nachdem wir noch eine Kleinigkeit eingekauft hatten, machten wir uns auf den ca. einstündigen Heimweg.

...............................................................................................................................................14.08.2002

Erkundung West Balis am 19/20. August 2002

Heute starteten wir zur Abwechslung mit Sonnenschein unsere Tour. Wir umfuhren Denpasar und folgten der Straße zum Lake Bratan. Unterwegs machten wir noch einen Frühstücks- und Aufwärmstop, denn hier in den Bergen war es ober-schattig, mir froren schon die Zehen ein. Um 10.00 Uhr erreichten wir dann Bedugul. Auch hier oben befand sich einst eine riesige Caldera, deren Kraterrand noch zu sehen ist. Bis hin zum Gunung Batukau ragen unregelmäßig jüngere Vulkankegel auf. In den einstigen Krater war noch bis 1818 ein einziger großer See eingebettet. Der Ausbruch eines Nebenvulkans verschaffte einem Teil der Wassermassen einen Abfluß, mit katastrophalen Folgen für die umliegenden Dörfer. Zurück blieben drei kleinere, idyllisch gelegene Seen und eine Menge fruchtbaren Ackerlandes.

Ein Stück nach Bedugul, steht am Seeufer einer der meistfotografierten Tempel Balis, der Pura Ulun Danu Bratan. Auf der äußersten Insel steht ein dreistufiger Meru, in dem Gott Shiva als Schöpfer und seine Gemahlin Parvati in ihrer Manifestation als Dewi Danu, Göttin der Gewässer, verehrt werden. Der schlanke, elfstufige Meru auf der zweiten Insel ist Sitz von Wishnu als Gott des Fruchtbarkeit spendenden Wassers und Gottheit des Berges Puncak Mangu und seiner Gattin Dewi Sri, Göttin der Schönheit, des Reichtums und besonders des Ackerbaus (Reisgöttin). Auf dem See kann man mit gemieteten Kähnen und Motorbooten die Ufer erkunden. Es ist eine sehr schöne Anlage mit vielen Pflanzen und Bäumen und wenn man früh am Morgen dort ist, hat es auch noch nicht so viele Besucher und man kann die Ruhe rund um den See genießen.

Eigentlich wollten wir die Abgelegene Strecke über die Berge bis nach Seririt fahren, doch irgendwie haben wir die falsche Abfahrt erwischt und sind in Singaraja gelandet, war aber nicht weiter schlimm, wir fanden ein schönes Lokal im Reisfeld mit Meerblick wo wir uns bei einem guten Mittagessen stärkten. Danach waren wir fit für einen kleinen Umweg, der uns auf einer einsamen Straße (da schlechter Belag) über Anturan, Selat, Asah Gobleg zum Lake Tamblingan und von dort auf die geplante Straße nach Seririt brachte.


Von Seririt bis Gilimanuk geht es fast immer gerade aus und teilweise am Meer entlang. Wir fingen langsam an nach einem Hotel für die Nacht Ausschau zu halten. Weil der Norden Balis nicht unbedingt das Touristen Mekka ist, hat es hier nicht so viele Hotels und wenn dann nur die absoluten Luxusbunker. Die Preise fingen bei 50 US$ an und hörten bei 200 US$ auf. Das zweihundert Dollar ausgetrocknete Dschungel Hotel hätte mir zwar schon zugesagt, vor allem als ich das Badezimmer und das Himmelbett sah, aber wir beschlossen daß sich das für eine Nacht nicht lohnt. Also machten wir uns weiter auf die Suche. In Gilimanuk hätten wir eine günstige Unterkunft gefunden aber nach dem was wir vorher so gesehen hatten war das die reinste Bruchbude. Also wieder rauf auf die Pferde und weiter dem Sonnenuntergang entgegen.

Es dämmerte schon und wir hatten noch keine Unterkunft. Ich schlug vor, daß wir noch bis Negara durchfahren und uns dort was suchen. Gesagt getan, wir quälten die Mofas bis zum Anschlag um noch vor der Dunkelheit ein Zimmer zu finden. In Negara angekommen fuhren wir gleich an den Strand und dort entdeckten wir ein ganz nettes am Hang gelegenes kleines Hotel mit vier schönen Bungalows und Pool. Der Besitzer machte uns einen guten Preis, weil das Hotel noch nicht so lange geöffnet hatte und wir eh die einzigen Gäste waren. Da es im Hotel nichts zu Essen gab, nahm uns der Besitzer in seinem Auto mit in die Stadt in sein anderes Hotel, wo wir uns mit Nasi Goreng den Magen füllten.

                        


Am nächsten Morgen fuhren wir gleich nach dem Frühstück Richtung Pesinggahan, dort machten wir noch ein Kaffee Stop am Surferstrand, bevor wir bei Pekutatan den Weg in die Berge suchten. Die Strecke war absolut genial, man hatte einen super Ausblick und die Straße war das, was die Motorradfahrer so lieben, Serpentinen ohne Ende. Irgendwann führte die Straße mitten durch einen riesigen Baum und danach hatte man einen gigantischen Ausblick auf den West Bali Nationalpark. Leider mit billiger Digitalkamera nicht so gut zu fotografieren.


Kurz nach Pupuan gingen wir im Sanda Hotel zum Mittagessen. Ist zwar etwas expensive, aber der schöne Ausblick, das gute Essen und der gute Service ist es allemal wert. Ich wäre am liebsten gleich in eines der schönen Bungalows eingezogen, vorher hätte ich mich noch im Pool erfrischt und danach ein Schläfchen gemacht. Doch es half nichts wir mußten weiter.

                        


Vorbei an schönen Reisterrassen und Palmen führte uns der Weg bis nach Tabanan.

                        


Von Tabanan aus kommt man zum, ich glaube den am meisten fotografierten Tempel Balis, den Pura Tanah Lot. Leider sieht er im Moment nicht so malerisch aus, weil ein riesiges Gerüst ihn um ragt. Wer den Tourirummel liebt, sollte sich den Tempel beim Sonnenuntergang nicht entgehen lassen. Am Fuße der Felsen hausen schwarzweiß gestreifte Seeschlangen, die Wächter des Tempels. Während der Flut ist der Felsen von einer starken Brandung umgeben, bei Ebbe kann man hinüber laufen.

23.08.2002

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